Gute Nacht
Sagt der Bär dir Gute Nacht
Wenn dein Stern am Himmel wacht,
sagt der Bär dir Gute Nacht.
Vater nimmt dich in den Arm,
Federbett ist weich und warm.
Müde gähnt der Riesenwal,
Spieluhr spielt ein letztes Mal.
Krokodil wacht vor der Tür
und lässt keinen rein zu dir.
Auch der Hampelmann hängt still,
weil er bei dir schlafen will.
Augen zu
Komm,
sagt das Schaf,
schlaf!
Bin allein,
sagt das Schwein.
Arme Sau,
meint der Pfau.
Ist noch Platz,
fragt der Spatz?
Platz für vier,
sagt der Stier.
Viel zu eng,
sagt die Maus,
nichts wie raus!
Nun gebt ruh,
sagt die Kuh!
Augen zu!
Nachtwache
In der Nacht
halten Wacht:
Ein Reh
mit kaltem Zeh.
Müde Grillen
mit Schlafbrillen.
Affen,
die dauernd gaffen.
Entspannte Echsen,
die hexen.
Scheue Schlangen,
die bangen.
Verträumte Ziegen
in Wiegen.
Und der Specht?
Klopft allen die Kissen zurecht.
Mein Schlafanzug
Wenn mein Schlafanzug duftet
nach Sonne und Gras,
schlüpf ich hinein,
ein Riesenspaß.
Der ist kuschelig
und wuschelig
und wiesengrünwunderbar.
Ganz und gar.
Wolkenbär
Ob Felix wohl auch in den Himmel guckt
und sieht, wie der Wolkenbär Sterne verschluckt?
Vielleicht macht Felix dasselbe wie ich
und denkt in diesem Moment an mich
und sucht sich einen Stern heraus
wie ich.
Um Mitternacht
Tim und Marie bauen sich eine Burg.
Eine Burg für Grafen.
Und heute darf der Graf
bei der Gräfin schlafen.
Zuerst müssen die beiden
ihr Matratzenlager richten,
und bei Dunkelheit
erzählen sie sich Gruselgeschichten
von Burggespenstern
und Wassergeistern am Brunnen.
Mit denen machen sie um Mitternacht
eine wilde Kissenschlacht.
Und dann,
irgendwann……
ist die Gräfin neben dem Grafen
ein ge schla fen.
Furchtlos
Warum rabenschwarze Raben
keine Angst im Dunkeln haben?
Weil die Nacht schwarz ist wie sie.
Deshalb fürchten sie sich nie.